Go future!
langfristige Perspektiven für „Straßenkids"
bei dem Projekt „Go future!“ handelt es sich um ein Modellprojekt
für junge Menschen mit Lebensmittelpunkt „Straße“,
die derzeitig in Berlin von Arbeitslosigkeit und Ausgrenzung besonders
stark betroffen sind.
Finanziert wurde das Projekt durch die Bundesinitiative ”wir ... hier
und jetzt“, Förderwettbewerb „Lokales Handeln für
Beschäftigung“, eine Initiative des Bundesministeriums für
Familie, Senioren, Frauen und Jugend, der Stiftung Demokratische Jugend
und der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung.
Träger des Projektes ist der Kontaktladen für Straßenkinder
in Krisen (klik) in Kooperation mit dem Projekt LELE ,,Leben Lernen – Lernen
Leben“ des Fördervereins für arbeitslose Jugendliche e.V.(FVAJ).
Das Ziel des Projektes war es, eine feste Praktikumsbörse einzurichten,
die für diese Zielgruppe individuelle Angebote enthält. Es ist
für diese Jugendlichen wichtig, unkompliziert und unbürokratisch
an Anbieter von Praktikumsstellen zu gelangen, die bereit sind, die Lebenswelten
der Jugendlichen zu akzeptieren, flexible Arbeitszeiten anzubieten und ihrer
eigenen Kreativität Raum zu lassen. Bislang fehlte ein Pool an solchen
Stellen, die versuchen die Bedürfnisse dieser Jugendlichen mit den
Anforderungen der (beruflichen) Alltagsrealit ät in Einklang zu bringen.
Die Datenbank wurde als interner Bereich in die Internetpräsenz www.werkbank-berlin.de
eingebunden und kann zukünftig von Trägern, die mit der speziellen
Zielgruppe arbeiten, genutzt werden. Damit ist gewährleistet, dass
diese Praktikumsstellen nur für die Zielgruppe der Jugendlichen mit
dem Lebensmittelpunkt Straße bzw. mit fehlendem oder sehr schlechten
Abschlusszeugnis zur Verfügung stehen.
Von Anfang Juni bis Mitte August recherchierten acht Jugendliche, die regelmäßig
den Kontaktladen für Straßenkinder in Krisen (klik) aufsuchen,
nach entsprechenden Praktikumsmöglichkeiten. Die Jugendlichen traten
während der Projektdauer selbständig telefonisch bzw. persönlich
in Kontakt mit Betrieben bzw. Institutionen, besichtigten Praktikumsstellen
und führten Gespräche zu den Rahmenbedingungen eines möglichen
Praktikums. Dafür entwarfen die Jugendlichen einen speziellen Fragebogen.
Die gefundenen Praktikumsmöglichkeiten wurden gesammelt und in den
internen Bereich der Datenbank eingearbeitet. Dadurch stehen die Informationen
anderen Jugendlichen langfristig als niedrigschwelliges Angebot zur Verfügung.
In dem Prozess der Recherche erhielten die Jugendlichen professionelle Unterstützung
von einem erfahrenen Projektnetzwerk, in Form von Beratung und Begleitung.
In regelmäßigen Treffen wurden die Ergebnisse gesammelt und neue
Strategien entwickelt. Im Zeitraum der Recherche zeigte sich, wie schwierig
es für die Jugendlichen war, Betriebe und Institutionen zu finden,
die bereit waren, dieses Projekt zu unterstützen und sich als Praktikumsgeber
zur Verfügung zu stellen.
Die Möglichkeit der beruflichen Praxis hat aber gerade bei diesen
Jugendlichen einen hohen Stellenwert. Sie sehen diese vorwiegend als Chance,
um sich lebenspraktisch zu orientieren, alternative bzw. neue Lebensperspektiven
zu entwickeln sowie sich in einem Berufsfeld auszuprobieren und Neues zu
lernen. Unklare Vorstellungen über ihren Wunschberuf können damit
beseitigt, ihre Motivation für eine berufliche Integration erhöht
und neue Handlungsmöglichkeiten erschlossen werden.
Wir würden uns freuen, wenn weitere Betriebe und Institutionen ihre
Möglichkeiten überprüfen könnten und sich als langfristige
Praktikumsgeber zur Verfügung stellen. Wenn Sie Interesse haben, dieses
Projekt zu unterstützen und jungen Menschen mit dem Lebensmittelpunkt
Straße eine Chance zu eröffnen, wenden sie sich bitte an das
klik bzw. das Projekt Leben Lernen – Lernen Leben des Fördervereins
für arbeitslose Jugendliche (FVAJ e.V.) .
Für Rückfragen und weitere Informationen steht Ihnen die Projektkoordinatoren
Herr Schiffner und Frau Geisler gerne zur Verfügung.
Kontakt:
klik - Kontaktladen für Straßenkinder in Krisen
Kleine Hamburger Straße 2, 10115 Berlin
Ansprechpartnerin: Alexandra Geisler
Telefon: 030 - 28 38 43 - 50 / 51
Handy: 0176/ 25188283
Mail: kontaktladen@yahoo.de
Projekt LELE
Förderverein für arbeitslose Jugendliche (FVAJ) e.V.
Berolinastr. 8, 10178 Berlin
Ansprechpartner: Herr Schiffner
Tel.: 030 – 28 39 15 90
Mail: lele1@fvaj.de
Vielen Dank für Ihre Unterstützung!